Weinherstellung

Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Verfahren der Weinherstellung: Weißweinherstellung und Rotweinherstellung. Beide Verfahren bestehen aus verschiedenen Teilverfahren. Im Grunde genommen gibt es aber keinen all zu großen Unterschied zwischen der Rot- und Weißweinherstellung.
Weißweinherstellung:
Bei der Herstellung des Weißweines werden folgenden Methoden angewendet: Einmaischen, Keltern, Schwefeln, Gärung, Abstich, Reifung und Lagerung.
Während des Einmaischens werden die Trauben vom Stielgerüst getrennt. Früher wurde es immer von Hand vorgenommen, heutzutage wird dies meistens maschinell durchgeführt. Nach der Abtrennung werden die
Trauben samt Kerne, Schale und Fruchtfleisch in einer Mühle zerdrückt. Den so entstandenen Saft nennt man Maische. Die Maische wird bis höchstens 24 Stunde lang stehen gelassen um bestimmte Substanzen freizusetzen. Diese Substanzen bestimmen den Charakter des späteren Weines. Ein "Kelter" ist nichts anderes als eine Weinpresse. In der Weinpresse wird die Maische ausgepresst, d. h. der Traubensaft wird von den Traubenrückständen getrennt.
So entsteht der Most. Durch Zerdrücken der Keime können Bitterstoffe freigesetzt werden, daher ist ein schonendes Pressverfahren sehr wichtig. Aus den Pressrückständen hat man früher ein sog. "Treberwein" als Haustrunk hergestellt. Dies ist heutzutage in vielen Ländern verboten. Als nächstes wird der Most geschwefelt um die Oxidation und das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen zu verhindern. Während der Schwefelung wird Schwefeldioxid oder schwefelige Säure in den Most geleitet. Dieses Verfahren ist wichtig für die Weinqualität. Nach dem Schwefeln findet die Gärung statt. Es dauert ca. 6-8 Tage. In dieser Phase erwärmt sich der Most sogar bis auf 30 C.
Während der Gärung wird der im Most enthaltene Zucker zu Alkohol. Weißweine werden meistens bei 15? bis 18?C, Rotweine bei 22 bis 25 °C vergärt.
Nach der Gärung bekommen die Weine meistens 7-14% Alkoholgehalt und ca. 400 andere Verbindungen die den Geschmack und Geruch des Weines beeinflussen. Nach dem Durchgaren des Mostes bekommt man trockenen Weißwein. Wenn aber die Gärung vorzeitig unterbrochen wird, entsteht dann halbtrockener oder süßer Wein. Nach der Beendigung der Gärung wird der Wein abgestochen, d. h. die abgelagerte Hefe am Boden des Weines wird entfernt und der Wein wird umgelagert. Aus der zurückbleibenden Hefe wird in manchen Gebieten Hefeschnaps hergestellt. In Holzfässern oder anderen Behältern wird der Wein ca. 3-6 Monaten stehen gelassen.
Hier entsteht der sog. "Jungwein". In dieser Phase wird die restliche Hefe und im Wein enthaltenes Eiweiß abgebaut. Die Holzfässer spielen eine wichtige Rolle bei der Festlegung des Weingeschmacks, da der Wein die Geschmacks- und Farbstoffe des Holzes übernimmt. Wie oft das Holzfass schon in Gebrauch war und das Alter des Fasses spielen ebenso eine wichtige Rolle. Weißweine müssen regelmäßig umgerührt werden. Sie können sogar bis zu 4 Jahre in den Holzfässern gelagert werden. Eine weitere beliebte Weinsorte ist der
Apfelwein. Dieser wird aus Äpfeln und nicht aus Trauben hergestellt. Im Jahr 2010 empfehle ich natürlich einen
Südafrika Wein. Denn im Jahr der Weltmeisterschaft sollte man einen aus dem afrikanischen Land trinken. Vielleicht sogar auf den Sieg der deutschen Nationalmannschaft.
Im Internet gibt es eine sehr gute Auswahl für
Rezepte zum Kochen. Selbst mit der Zutat Wein werden verschiedene Gerichte vorgestellt.